Kaltes Wasser zieht eine wachsende Zahl von Menschen an

8.1.2015

Eiskaltes Meerwasser lockte wieder etwa hundert Schwimmer zum Eislochbaden nach Kokkila, dem Meeresstrand bei Salo. Von einer Tradition kann man wohl schon reden, denn diese Winterschwimmmeisterschaften wurden bereits zum achten Mal durchgeführt.

Trotz des kühlen Wetters war auch Anne Kivilehto angekommen und bereit ins Wasser zu springen. Sie sagte, sie übte den Sport erst seit einem Jahr aus.

-Als ich das Winterschwimmen zum ersten Mal ausprobierte, dachte ich, ich muss es eines Tages schaffen. Nach dem ersten Mal wurde ich schon süchtig.

Für sie ist der schönste Moment unmittelbar nach dem Aussteigen aus dem Wasser. Sie sagt, sie könnte dann unendlich lang draußen bleiben, obwohl es so kalt ist. Das ungewöhnliche Winterwetter mit fehlendem Schnee ändert das Gefühl nicht, denn das Wasser ist sowieso kalt. Das offene Meer oder der kalte Regen schaden dann auch dem Genuss nicht.

-Mit dem Schwimmen fängt man immer schon im Herbst an, wenn das Wasser noch warm ist. Die Hautgewöhnung an das immer kühlere Wasser und die Abkühlung des Wassers verändern sich im gleichen Tempo. Die Zahl der Schwimmer nimmt jedoch zu, wenn die Luft kälter wird, sagt der Vorsitzende des Vereins Salon seudun uimarit -Schwimmer im Gebiet Salo- Markku Tuominen.

Die Zahl der Extrem-Bader nimmt zu, sagt der Vorsitzende Tuominen. Obwohl die Mehrheit der Eislochschwimmer älter ist, gibt es doch auch ein paar junge Leute, die sich dem Wasser-Genuss hingeben. An besten Tagen hat der Kokkila-Strand mit Sauna fast 140 Schwimmer zu verzeichnen.

Herr Tuominen will alle ermutigen, Winterschwimmen auszuprobieren.

-Man fühlt sich überraschend gut, wenn man nur den Mut findet, ins Wasser zu gehen.

                                                                                               Zeitung Salonjokilaakso 8.1.2015