Tausende asiatischer Touristen machen Halt in Salo

25.9.2017

Tausende von asiatischen Touristen haben in der Raststätte Kivihovi in Suomusjärvi in Salo in den letzten Monaten einen Halt eingelegt. Morgens früh haben auf dem Hof sogar schon bis zu zwanzig Charterbusse gestanden. Tagsüber ist es ruhiger, aber dann am Abend kommen die Busse wieder zurück.

Die Raststätte Kivihovi zeigt deutlich, worüber die finnischen Zeitungen in diesem Jahr immer wieder berichtet haben: Chinesische Touristen erobern Finnland.

Salitol, salitol? fragt der chinesische Tourist den Verkäufer. Er will sicher sein, dass die Zahnpasta garantiert den Süßstoff Xylitol enthält. „Wir sind wahrscheinlich Finnlands größter Xylitol-Zahnpasta-Verkäufer“, sagt der Kaufmann Ismo Rouvinen. „Am Morgen können wir bis zu dreihundert Zahnpastatuben verkaufen. Die Kunden kaufen nicht nur ein oder zwei Tuben, sie kaufen manchmal zwei Kästen Zahnpasta auf einmal!"

In Kivihovi ist ein chinesischer Xylitolhandel entstanden. Neben Zahnpasta tragen die Touristen Xylitolkaugummi in großen Mengen aus dem Laden. Durchschnittlich kauft ein Tourist Xylitolkaugummi für achtzig Euro. Die besten Kunden kaufen Xylitol-Produkte im Wert von dreihundert Euro.

Der Busfahrer hat die chinesische Touristengruppe vom Seehafen in Turku abgeholt, wo sie mit der Fähre aus Stockholm in Schweden früh am Morgen ankamen. Die Tour führt weiter über Helsinki nach Tallinn in Estland. Der Busfahrer übernachtet in Helsinki und bringt dann am nächsten Morgen wieder eine neue Gruppe von Chinesen von Helsinki zum Hafen von Turku.

Die Produktauswahl in der Raststätte Kivihovi hat sich mit der Touristenflut verändert. Mumin-Produkte, Nudelbecher, Heidelbeersaft, getrocknete Heidelbeeren und Moosbeeren haben den Regalraum übernommen. Die Obstwaage spricht jetzt auch Japanisch, Chinesisch und Koreanisch.

Chinesen geben viel Geld aus

Die Übernachtungen von chinesischen Touristen sind im vergangenen Jahr um 43 Prozent gestiegen. Sie verbringen meist nur eine kurze Zeit in Finnland, aber sie geben mehr Geld aus als andere ausländische Reisenden. Im Durchschnitt gibt ein chinesischer Reisender 940 Euro in Finnland aus. Das finnische Außenministerium eröffnete im vergangenen Jahr dreizehn neue Visa-Zentren in China, um den Tourismus von China nach Finnland zu erleichtern.

Süßes Milliarden-Business

Der Süßstoff Xylitol erobert die Welt. Der Markt für Xylitol lag im vergangenen Jahr bei über 700 Millionen Dollar. Der Umsatz wird in den kommenden Jahren voraussichtlich 1 Mrd. US-Dollar übersteigen.

Obwohl Xylitol im späten 19. Jahrhundert von deutschen und französischen Chemikern erfunden wurde, wurde in den 1970er Jahren in Turku, Finnland, der präventive Nutzen gegen Karies entdeckt.

Das Ziel war, Süßstoff als Ersatz für Zucker zu verwenden, um den Zähnen weniger Schaden zuzufügen. Xylitol wurde eingesetzt, um Kaugummis, Pastillen und andere Süßwaren zu versüßen. Später wurde es auch z.B. bei Zahnpasta hinzugefügt.

Xylitol ist in Asien beliebt. 80% der Kaugummis in Südkorea sind mit Xylitol gesüßt. Auch in Japan sind sich die Konsumenten bewusst über die gesundheitlichen Auswirkungen von Xylitol. In Japan sind Xylitol-Produkte Teil der täglichen Nahrungsergänzungsmittel.

Die erste chinesische Fluggesellschaft startet Flüge nach Helsinki

Die erste chinesische Fluggesellschaft wird im nächsten Winter nach Helsinki fliegen. Die chinesische Firma Lucky Air will Finnland zweimal wöchentlich anfliegen. Die Gesellschaft fliegt von Kunming zuerst nach Chengdu und von dort nach Helsinki. Die beiden chinesischen Städte sind wachsende Millionen-Städte und Geschäftszentren in ihren Regionen.

Chengdu ist auch bekannt als ein Panda-Zentrum in China. Ende dieses Jahres wird von Chengdu ein Panda-Paar zum Ähtäri-Zoo in Zentralfinnland geflogen.

                                                                                                         Zeitung Salon Seudun Sanomat

 

Neue Export-Möglichkeiten nach China

22.3.2017

Den Unternehmen in Salo eröffnet sich jetzt eine neue Möglichkeit, ihre Produkte auf den chinesischen Markt zu bringen. In Salo ist ein neues Büro gegründet worden, das Sino-Finnland heißt und im Besitz des chinesischen Staates ist. Das Büro vermarktet Produkte auf einem chinesischen Online-Portal und hilft dabei, Produkte nach China zu exportieren.

Die Gründer des Büros Sami und Esa Areva waren dabei, als das finnische Unternehmen Atria verhandelte, um Fleischprodukte nach China zu exportieren. Areva Group hat bereits seit zwei Jahren Erfahrung damit, landwirtschaftliche Produkte auf den chinesischen Markt zu bringen. Es begann mit dem Verkauf von Hafer. Bisher sind fast 10 Millionen Kilogramm nach China exportiert worden. Das Getreide wird in Südfinnland, vor allem im Bereich von Salo, angebaut.

Das Büro hat zwischenzeitlich die Geschäftsstrategie geändert. Das Marketing-Ziel ist jetzt die Stadt Qingdao, die die achtgrößte Hafenstadt der Welt ist. Rund um die Stadt öffnet sich die Provinz mit fast hundert Millionen Menschen. Qingdao ist jetzt auch neue Partnerstadt von Salo.

China ist an finnischen Lebensmitteln und Bauprodukten interessiert. Besonders finnische Beeren und Luftreinigungstechnik in Gebäuden finden die Aufmerksamkeit der Chinesen.

Der Einstellung Chinas gegenüber Finnland ist ziemlich neutral, was den Weg für den Markt ebnet. China hat ein gutes Bild von Finnland, Finnland hat keinen politischen Ballast. Die Chinesen zeigen auch großes Interesse an finnische Natur. Die Idee, Chinesische Touristen nach Salo zu bringen, eröffnet neue Möglichkeiten.

                                                                                   Zeitung Salon Seudun Sanomat

 

Auto-Sammlung und Marimekko sind zusätzliche Attraktionen für das Elektronik-Museum

22.3.2017

Das Elektronik-Museum will seine eigentliche Sammlung abziehen und sich auf Produkte konzentrieren, deren Ursprung und Know-How aus Salo stammen. Zur Unterstützung des Museums ist es geplant, zwei neue Sammlungen zu eröffnen. Auch das Marketing für das Museum wird intensiviert.

Das Museum wird sich mehr auf das lokale Können konzentrieren: Elektrogeräte, Entwicklung, Herstellung und Hintergrund. Man will auch die persönlichen Geschichten von einzelnen Personen herausstellen, die sich mit der Elektrowelt in Salo beschäftigt haben.

Auch aktuelle Innovationen aus Salo werden gezeigt. Im zentralen Raum des Museums wird ein Expositionsbereich gebaut, in dem Unternehmen aus Salo sich selbst und ihre Innovationen vorstellen können. Die Unternehmen finanzieren ihre Anwesenheit im Museum teilweise selbst.

Zwei neue Attraktionen sind für das Museum geplant. Im Museumszentrum wird eine private Autosammlung für die Öffentlichkeit zugänglich werden. Die Sammlung enthält zahlreiche Automobil-Raritäten. Die Sammlung der Autos wird von einer Sammlung von Marimekko-Produkten begleitet.

                                                                  Zeitung Salon Seudun Sanomat 

Anmerkung:
Die Marimekko-Sammlung wurde der Stadt gespendet – Eine Herstellung von Marimekko-Produkten fand allerdings in Salo nicht statt.
http://maritekstiilit.blogspot.fi/ - leider nur auf Finnisch

 

Bio-Treibstoff-Anlage geplant

1.3.2017

Furetan Ltd plant eine Bio-Treibstoff-Anlage in Salo. Die Anlage soll aus Stroh, Schilf und Laubbäumen bio-basierten Kraftstoff für den Verkehr produzieren.

Wenn sie umgesetzt wird, kann die Anlage Hunderte von Menschen beschäftigen. Die Anlage kann dauerhafte Arbeitsplätze schaffen. Zusätzliche Arbeitsplätze würden dann auch für den Transport der Rohstoffe und der fertigen Treibstoffen benötigt.

Die größte Auswirkung verspürt Salo. Denn Salo wurde als Standort ausgewählt, weil es dort genügend Rohstoffe gibt. Südwest-Finnland ist ein geeignetes Gebiet. Die Lieferung von Rohstoffen zu der Anlage findet in einem Radius von 100 Kilometern statt.

Die Verwendung von Stroh würde ein zusätzliches Einkommen für landwirtschaftliche Betriebe bringen. Darüber hinaus ist es auch möglich, Dünger für die Felder zu erhalten.

Im Moment werden der technologische Prozess der Raffinerie, die Verfügbarkeit von Rohstoffen und die Wettbewerbsfähigkeit der Anlage untersucht.

Es wird mindestens ein Jahr dauern, bis die Investitionsentscheidung getroffen werden kann. Die Investition wird bis zu 150 Millionen Euro betragen.

Das Projekt soll durch staatliche Investitionsbeihilfe, Finanzierung durch die EU und private Gelder halten. Wenn alles gut geht, kann die Anlage in zwei Jahren in Betrieb gehen.

                                                                                                 Zeitung Salon Seudun Sanomat

 

Die nationale Fluggesellschaft Finnair eröffnet direkte Routen von Europa nach Lappland

16.2.2017

Finnair beteiligt sich an der Konkurrenz bei direkten Flugrouten aus Europa nach Lappland. Die Gesellschaft will in der Wintersaison 2017-2018 direkte Routen aus Frankfurt, London, Paris und Zürich nach Rovaniemi und Kittilä eröffnen.

In diesem Winter sind bereits Lufthansa, Norwegian Germania und Monarch nach Lappland direkt aus mehreren europäischen Großstädten geflogen.

Der Tourismus nach Finnland erlebt gerade ein starkes Wachstum. Die Wachstumsrate auf diesen Routen beträgt über 10 Prozent.

Lappland als Reiseziel hat großes Interesse insbesondere in Asien geweckt. Die direkten Routen aus Asien sind ein Erfolg gewesen. In diesem Winter haben 10.000 Chinesen ihre Reise von Helsinki nach Lappland fortgesetzt.

Der Tourismus in Lappland profitiert von den Sicherheitsproblemen in Zentraleuropa. Frankreich, Italien und Spanien haben Touristen verloren. Skandinavien, Osteuropa und Großbritannien sind jetzt unter den Gewinnern.

                                                                                                 Zeitung Salon Seudun Sanomat

 

Ein Tag bei der Freiwilligenarbeit

15.2.2017

Eine Bank in Salo gibt jetzt ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, in der Arbeitszeit Freiwilligenarbeit zu leisten. Jeder Mitarbeiter kann während des Arbeitsjahres einen Tag mit Freiwilligenarbeit verbringen. Die Bank und ihr Immobilien-Zentrum beschäftigen insgesamt 180 Mitarbeiter.

Die ersten Mitarbeiter sind schon mit Bewohnern des Kukonkallio Pflegeheims spazieren gegangen.

Der Geschäftsführer der Bank hofft, dass möglichst viele der Bankmitarbeiter diese Möglichkeit nutzen. Die Freiwilligenarbeit ist für den Mitarbeiter jedoch freiwillig.

Die Aktion gehört zu dem Finnland100 - Programm der Bank. Die gesamte Bank-Fraktion, zu der auch diese Bank in Salo gehört, will Finnland 100 Jahre Freiwilligenarbeit spendieren.

Die Bank hat eine Jobbörse für die Freiwilligenarbeit eröffnet. Verschiedene Organisationen und Verbände können auf der Webseite Freiwillige auswählen und beantragen.

Das Ziel ist es, die Suche nach Freiwilligen einfacher zu machen. Durch die neue Webseite wird auch die Schwelle niedriger, bei der Freiwilligenarbeit mitzumachen.

                                                                             Zeitung Salon Seudun Sanomat

 

Salo bekommt einen neuen Bürgermeister

14.2.2017

Lauri Inna wurde als neuer Bürgermeister von Salo in einer knappen Abstimmung gewählt. Inna erhielt 28 Stimmen. Der Konkurrent Tom Simola aus der Nachbarstadt Raasepori bekam 23 Stimmen.

Lauri Inna konnte am Montag noch nicht sagen, wenn er nach Salo kommt. Die Verhandlungen darüber beginnen in den nächsten Tagen.

Der gegenwärtige Bürgermeister Antti Rantakokko wird Ende August in Rente gehen. In der Praxis wird er schon Anfang Sommer das Amt übergeben.

Inna meint, es wäre passend mit der Arbeit zu beginnen, wenn der neue Stadtrat mit seinen Aufgaben anfängt.

Der neue Stadtrat wird im Frühling gewählt und die Wahlsaison beginnt im Juni. In Salo wird es zusammen mit dem Bürgermeister einige Veränderungen bei den Vertretern im Stadtrat geben.

Lauri Inna ist ein 38-jähriger Politikwissenschaftler aus Turku. Seine Familie besteht aus seiner Frau und vier Kindern. Er hat zuvor als Bürgermeister und Kommunikationsmanager gearbeitet. Er war auch beim Militär. Seine Hobbys sind Marathonlauf, Orientierungslauf und andere Sportarten. Er trainiert Volleyball auf der Junior-Ebene.

                                                                            Zeitung Salon Seudun Sanomat

 

                                   Pressemitteilung der Stadt Salo            Dec. 19, 2016 21:24 UTC

 

Stadt Salo: Ehemalige Nokia-Stadt in Finnland baut auf das FuE-Erbe von Nokia und Microsoft

SALO, Finnland--(BUSINESS WIRE)-- Der Stadtrat von Salo hat eine bedeutende Investition beschlossen. Die Stadt wird 4,5 Millionen Euro in eine Gesellschaft investieren, die den Erwerb der ehemaligen Einrichtungen von Nokia und Microsoft in Salo aushandeln soll. Der Plan besteht darin, ein 9 Hektar großes derzeit ungenutztes Geschäfts- und Fertigungsgelände in ein pulsierendes Innovations- und Geschäftszentrum für die Entwicklung von intelligenter Technologie zu verwandeln.

Menschen im Mittelpunkt von innovativem Geschäft

Salo blickt auf eine weltbekannte Tradition in der Entwicklung und Herstellung kabelloser Kommunikationstechnik zurück, die bereits Ende der 1920er Jahre mit Rundfunkempfängern ihren Anfang nahm. Mitte der 1990er Jahre erlebte die Stadt zunächst mit Nokia ein goldenes Zeitalter der Entwicklung und Herstellung von Mobiltelefonen. Dieses ging jedoch im Juli 2015 zu Ende, als Microsoft die Schließung des FuE-Bereichs für intelligente Geräte in Salo ankündigte.

Die Arbeitsplätze von Nokia und Microsoft sind zwar dahin, aber die Kompetenzen und globalen Erfahrungen der Menschen von Salo bestehen weiter. Die Ingenieure von Nokia und Microsoft beginnen nun die nächste Etappe ihrer Laufbahn, was eine gewaltige Chance für Unternehmen mit sich bringt, die ein neues Entwicklungsteam oder eine gestraffte Produktion intelligenter Technologie aufbauen möchten.

        •    Wir haben großartige Rückmeldungen von Firmen wie NUVIZ Inc. und Neolitics Inc. erhalten, die ihre neuen FuE-Teams in Salo
             angesiedelt haben. Sie konnten hier gut ausgebildete, engagierte Ingenieure anwerben und sind offenbar sehr zufrieden mit den
             Talenten und Einrichtungen, die Salo zu bieten hat, erläuterte Bürgermeister Antti Rantakokko.

Zunehmende Unterstützung der Gemeinschaft

Geschäftsentwicklung und Wachstum erfordern die Zusammenarbeit von Unternehmen, Kunden, Forschern, Partnern und Investoren. Das Innovations- und Geschäftszentrum von Salo soll ein geeignetes Umfeld für formelle und informelle Zusammenkünfte bieten. Insbesondere die dynamische Startup-Gemeinschaft in Salo begrüßt die Möglichkeit, einem umfangreicheren Business-Zentrum anzugehören.

Hier wird eine fruchtbare Mischung aus verrückten Ideen, kompetenten Mitarbeitern, erstklassigen multifunktionellen Einrichtungen und breit gefächerten Beratungsdienstleistungen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus bietet die Stadt Salo Plattformen für Pilotprojekte und Produktentwicklung. Kundenorientierte Dienstleistungen für Unternehmen, Forschungsorganisationen und Hochschulen stehen überall im Mittelpunkt.

Stadt begrüßt neue Partner

        •     In Salo sind wir daran gewöhnt, mit globalen Konzernen oder kleineren Firmen zu verhandeln. Ich kann stolz bestätigen, dass wir
              sehr wertvolle Unterstützung bieten. Unsere Umzugsdienste sparen Unternehmen Zeit und Geld, verspricht Bürgermeister
              Rantakokko.

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Weitere Informationen:

www.saloiot.fi
Herr Antti Rantakokko, +358 44 778 2000
Bürgermeister, Stadt Salo
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