Finnlands Wirtschaftswachstum war auch im Herbst stark

1.12.2017 

Finnlands Wirtschaftswachstum war zwischen Juli und September weiterhin stark. Das Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber dem vorigen Quartal um 0,4 Prozent und von Juli bis September des Vorjahres um 3,0 Prozent.

Das Wachstum war etwas langsamer als im Zeitraum April-Juni, als die Wirtschaft um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 3,6 Prozent gegenüber April-Juni 2016 wuchs.

Finnlands Wirtschaftswachstum ist somit weiterhin gut, obwohl sich die Wachstumsrate im Juli und September leicht verlangsamte. Man soll keine vorschnellen Schlussfolgerungen ziehen, da das jährliche Wachstum 3% erreichen wird.

Die Investitionen stiegen gegenüber dem Vorquartal Juli-September um 2,3 Prozent und gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,3 Prozent. Positiv ist es, dass die Investitionen auch in Maschinen und Anlagen steigen. Sie sind bereits um 15 Prozent gegenüber 2008 angewachsen.

In der chemischen Industrie sowie in der Elektro- und Elektronikindustrie war das Wachstum geringer als im Vorquartal, während es in der Forstindustrie und der Metallindustrie in der Vergleichsperiode stark wuchs.

Die Arbeitslosenquote betrug im Juli-September 7,7 Prozent, 0,1 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr im gleichen Zeitraum. Auf der anderen Seite stieg die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent.

Der Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen zeigt, dass Menschen von außerhalb der Erwerbsbevölkerung auf den Arbeitsmarkt gewechselt sind. Das ist ein ermutigendes Zeichen. Das Wirtschaftswachstum wurde speziell durch Verbesserung der Arbeitsproduktivität erzielt.

Wenn man sich die geleisteten Stunden anschaut, haben diese nicht zugenommen. Mit anderen Worten, das Wirtschaftswachstum beruht sehr stark auf dem Wachstum der Arbeitsproduktivität.

Das Ziel der Regierung ist es, die Beschäftigungsquote bis zum Ende der Wahlperiode auf 72% anzuheben.

Finnlands Wirtschaftswachstum wird auch durch das starke Wachstum der Weltwirtschaft in Europa, den USA und Asien gestützt.

                                                                    Zeitung Helsingin Sanomat

 

Dutzende berühmter Sehenswürdigkeiten werden in den blauweißen Farben von Finnland beleuchtet - die Liste umfasst die Niagarafälle und die Globen Arena in Stockholm

28.11.2017 

In der kommenden Woche, wenn Finnland seine 100-jährige Unabhängigkeit feiert, werden Dutzende renommierter Gebäude und anderer Sehenswürdigkeiten in blau und weiß hervorgehoben. Neben dem Amphitheater in Rom werden zahlreiche ikonische Objekte auf der ganzen Welt beleuchtet.

Dazu gehören z.B. die Niagarafälle an der Grenze zwischen den USA und Kanada, das Amphitheater Colosseum in Rom, die Globen Arena in Stockholm, der Turm von Belém in Lissabon und die Festung Fortaleza in Mosambik.

Momentan befinden sich einige Dutzend Objekte auf der Liste, aber ihre Anzahl kann noch erhöht werden.

Die finnische Unabhängigkeit wird beispielsweise auch in Australien gefeiert, wo öffentliche Gebäude und Brücken in mehreren Städten wie Adelaide und Canberra beleuchtet werden. In Newcastle, England, ist es die Millennium Brücke.

Viele der beleuchteten Sehenswürdigkeiten sind historisch und international bedeutende Orte, an denen Finnen und Freunde Finnlands feiern können.

Das Finland100 -Jubiläumsjahr erreicht über hundert Länder mit etwa fünftausend Veranstaltungen.

Die blauweißen Farben schmücken auch bekannte finnische Objekte. Die Burg von Savonlinna, der Näsinneula Turm von Tampere, die Kuusisaari Insel in Oulu, die Berg von Saanatunturi in Enontekiö und die Burg von Turku werden in blauweißen Farben angestrahlt.

Die blauweiße Feier ist auch für die Finnen von großem Interesse. Viele der Vermietungsunternehmen für Außenbeleuchtung haben bereits alle Außenscheinwerfer vermietet.

                                                                                    Zeitung Helsingin Sanomat

 

Die Finnische Bahn organisiert das längste Escape Room Spiel der Welt im Zug nach Rovaniemi - mehr als 2.500 Bewerber, davon werden zehn ausgewählt

29.11.2017

Zwei Bahnwagen, die sie während der Fahrt nicht verlassen können, sind für die Spieler reserviert.

Mehr als 2.500 Menschen haben sich für das Escape Room Spiel im Zug beworben. Die Finnische Bahn (FB) hat letzte Woche angekündigt, dass sie im Dezember ein 13-stündiges Spiel in einem Zug von Helsinki nach Rovaniemi in Nordfinnland organisieren wird.

Es sind vielmehr Bewerbungen eingegangen, als die FB erwartet hatte. Es gibt bei dem Spiel nur Platz für sechs bis acht Spieler, also sind die Auserwählten wirklich glücklich.

Die Idee dieser besonderen Marketing-Veranstaltung entstand durch die Zusammenarbeit von FB mit der Filmgesellschaft Nordisk Film. Nordisk Film vertreibt den neuen Film: Mord im Orient Express in Finnland. "Die Idee wurde bei einer Arbeitsbesprechung mit einer Werbeagentur geboren. Zuerst erschien die Idee unübersichtlich, denn es brauchte viele Arbeitsstunden und eine neue Art der Zusammenarbeit innerhalb der Organisation. Aber je weiter die Planung voran schritt, desto attraktiver wurde die Idee", sagt die FB .

Escape Room Spiele sind Abenteuer in einem geschlossenen Raum. Die Spieler versuchen, die Rätsel im Raum mit Hinweisen zu lösen. Normalerweise dauert das Spiel eine Stunde. In der FB -Version sind zwei Mannschaftskapitäne dabei. Drei oder vier Spieler werden für beide Kapitäne ausgewählt. Die Spieler werden nicht ausgelost, sondern die besten Kandidaten werden gewählt. In der Regel schafft es derjenige, der gut folgern kann.

Die FB reserviert zwei Wagen für das Spiel in dem Zug von Helsinki nach Rovaniemi. Die Wagen sind im Stil des Films eingerichtet und sie sind von den anderen Wagen isoliert. Der rote Faden des Spiels basiert auf den Krimi von Agatha Christie und dem Film Mord im Orient-Express. Das Spiel dauert 13 Stunden, also die Fahrzeit des Zuges nach Rovaniemi.

Der Zug hat auch normale Passagiere an Bord, aber sie können nicht in die Escape Room Wagen einsteigen. Andererseits können die Spieler die Wagen auch nicht verlassen.

Der Zug fährt am 13. Dezember um 18.49 Uhr inHelsinki ab und kommt am nächsten Tag in Rovaniemi an.

                                                                                                 Zeitung Helsingin Sanomat

 

Tausende asiatischer Touristen machen Halt in Salo

25.9.2017

Tausende von asiatischen Touristen haben in der Raststätte Kivihovi in Suomusjärvi in Salo in den letzten Monaten einen Halt eingelegt. Morgens früh haben auf dem Hof sogar schon bis zu zwanzig Charterbusse gestanden. Tagsüber ist es ruhiger, aber dann am Abend kommen die Busse wieder zurück.

Die Raststätte Kivihovi zeigt deutlich, worüber die finnischen Zeitungen in diesem Jahr immer wieder berichtet haben: Chinesische Touristen erobern Finnland.

Salitol, salitol? fragt der chinesische Tourist den Verkäufer. Er will sicher sein, dass die Zahnpasta garantiert den Süßstoff Xylitol enthält. „Wir sind wahrscheinlich Finnlands größter Xylitol-Zahnpasta-Verkäufer“, sagt der Kaufmann Ismo Rouvinen. „Am Morgen können wir bis zu dreihundert Zahnpastatuben verkaufen. Die Kunden kaufen nicht nur ein oder zwei Tuben, sie kaufen manchmal zwei Kästen Zahnpasta auf einmal!"

In Kivihovi ist ein chinesischer Xylitolhandel entstanden. Neben Zahnpasta tragen die Touristen Xylitolkaugummi in großen Mengen aus dem Laden. Durchschnittlich kauft ein Tourist Xylitolkaugummi für achtzig Euro. Die besten Kunden kaufen Xylitol-Produkte im Wert von dreihundert Euro.

Der Busfahrer hat die chinesische Touristengruppe vom Seehafen in Turku abgeholt, wo sie mit der Fähre aus Stockholm in Schweden früh am Morgen ankamen. Die Tour führt weiter über Helsinki nach Tallinn in Estland. Der Busfahrer übernachtet in Helsinki und bringt dann am nächsten Morgen wieder eine neue Gruppe von Chinesen von Helsinki zum Hafen von Turku.

Die Produktauswahl in der Raststätte Kivihovi hat sich mit der Touristenflut verändert. Mumin-Produkte, Nudelbecher, Heidelbeersaft, getrocknete Heidelbeeren und Moosbeeren haben den Regalraum übernommen. Die Obstwaage spricht jetzt auch Japanisch, Chinesisch und Koreanisch.

Chinesen geben viel Geld aus

Die Übernachtungen von chinesischen Touristen sind im vergangenen Jahr um 43 Prozent gestiegen. Sie verbringen meist nur eine kurze Zeit in Finnland, aber sie geben mehr Geld aus als andere ausländische Reisenden. Im Durchschnitt gibt ein chinesischer Reisender 940 Euro in Finnland aus. Das finnische Außenministerium eröffnete im vergangenen Jahr dreizehn neue Visa-Zentren in China, um den Tourismus von China nach Finnland zu erleichtern.

Süßes Milliarden-Business

Der Süßstoff Xylitol erobert die Welt. Der Markt für Xylitol lag im vergangenen Jahr bei über 700 Millionen Dollar. Der Umsatz wird in den kommenden Jahren voraussichtlich 1 Mrd. US-Dollar übersteigen.

Obwohl Xylitol im späten 19. Jahrhundert von deutschen und französischen Chemikern erfunden wurde, wurde in den 1970er Jahren in Turku, Finnland, der präventive Nutzen gegen Karies entdeckt.

Das Ziel war, Süßstoff als Ersatz für Zucker zu verwenden, um den Zähnen weniger Schaden zuzufügen. Xylitol wurde eingesetzt, um Kaugummis, Pastillen und andere Süßwaren zu versüßen. Später wurde es auch z.B. bei Zahnpasta hinzugefügt.

Xylitol ist in Asien beliebt. 80% der Kaugummis in Südkorea sind mit Xylitol gesüßt. Auch in Japan sind sich die Konsumenten bewusst über die gesundheitlichen Auswirkungen von Xylitol. In Japan sind Xylitol-Produkte Teil der täglichen Nahrungsergänzungsmittel.

Die erste chinesische Fluggesellschaft startet Flüge nach Helsinki

Die erste chinesische Fluggesellschaft wird im nächsten Winter nach Helsinki fliegen. Die chinesische Firma Lucky Air will Finnland zweimal wöchentlich anfliegen. Die Gesellschaft fliegt von Kunming zuerst nach Chengdu und von dort nach Helsinki. Die beiden chinesischen Städte sind wachsende Millionen-Städte und Geschäftszentren in ihren Regionen.

Chengdu ist auch bekannt als ein Panda-Zentrum in China. Ende dieses Jahres wird von Chengdu ein Panda-Paar zum Ähtäri-Zoo in Zentralfinnland geflogen.

                                                                                                         Zeitung Salon Seudun Sanomat

 

Neue Export-Möglichkeiten nach China

22.3.2017

Den Unternehmen in Salo eröffnet sich jetzt eine neue Möglichkeit, ihre Produkte auf den chinesischen Markt zu bringen. In Salo ist ein neues Büro gegründet worden, das Sino-Finnland heißt und im Besitz des chinesischen Staates ist. Das Büro vermarktet Produkte auf einem chinesischen Online-Portal und hilft dabei, Produkte nach China zu exportieren.

Die Gründer des Büros Sami und Esa Areva waren dabei, als das finnische Unternehmen Atria verhandelte, um Fleischprodukte nach China zu exportieren. Areva Group hat bereits seit zwei Jahren Erfahrung damit, landwirtschaftliche Produkte auf den chinesischen Markt zu bringen. Es begann mit dem Verkauf von Hafer. Bisher sind fast 10 Millionen Kilogramm nach China exportiert worden. Das Getreide wird in Südfinnland, vor allem im Bereich von Salo, angebaut.

Das Büro hat zwischenzeitlich die Geschäftsstrategie geändert. Das Marketing-Ziel ist jetzt die Stadt Qingdao, die die achtgrößte Hafenstadt der Welt ist. Rund um die Stadt öffnet sich die Provinz mit fast hundert Millionen Menschen. Qingdao ist jetzt auch neue Partnerstadt von Salo.

China ist an finnischen Lebensmitteln und Bauprodukten interessiert. Besonders finnische Beeren und Luftreinigungstechnik in Gebäuden finden die Aufmerksamkeit der Chinesen.

Der Einstellung Chinas gegenüber Finnland ist ziemlich neutral, was den Weg für den Markt ebnet. China hat ein gutes Bild von Finnland, Finnland hat keinen politischen Ballast. Die Chinesen zeigen auch großes Interesse an finnische Natur. Die Idee, Chinesische Touristen nach Salo zu bringen, eröffnet neue Möglichkeiten.

                                                                                   Zeitung Salon Seudun Sanomat

 

Auto-Sammlung und Marimekko sind zusätzliche Attraktionen für das Elektronik-Museum

22.3.2017

Das Elektronik-Museum will seine eigentliche Sammlung abziehen und sich auf Produkte konzentrieren, deren Ursprung und Know-How aus Salo stammen. Zur Unterstützung des Museums ist es geplant, zwei neue Sammlungen zu eröffnen. Auch das Marketing für das Museum wird intensiviert.

Das Museum wird sich mehr auf das lokale Können konzentrieren: Elektrogeräte, Entwicklung, Herstellung und Hintergrund. Man will auch die persönlichen Geschichten von einzelnen Personen herausstellen, die sich mit der Elektrowelt in Salo beschäftigt haben.

Auch aktuelle Innovationen aus Salo werden gezeigt. Im zentralen Raum des Museums wird ein Expositionsbereich gebaut, in dem Unternehmen aus Salo sich selbst und ihre Innovationen vorstellen können. Die Unternehmen finanzieren ihre Anwesenheit im Museum teilweise selbst.

Zwei neue Attraktionen sind für das Museum geplant. Im Museumszentrum wird eine private Autosammlung für die Öffentlichkeit zugänglich werden. Die Sammlung enthält zahlreiche Automobil-Raritäten. Die Sammlung der Autos wird von einer Sammlung von Marimekko-Produkten begleitet.

                                                                  Zeitung Salon Seudun Sanomat 

Anmerkung:
Die Marimekko-Sammlung wurde der Stadt gespendet – Eine Herstellung von Marimekko-Produkten fand allerdings in Salo nicht statt.
http://maritekstiilit.blogspot.fi/ - leider nur auf Finnisch

 

Bio-Treibstoff-Anlage geplant

1.3.2017

Furetan Ltd plant eine Bio-Treibstoff-Anlage in Salo. Die Anlage soll aus Stroh, Schilf und Laubbäumen bio-basierten Kraftstoff für den Verkehr produzieren.

Wenn sie umgesetzt wird, kann die Anlage Hunderte von Menschen beschäftigen. Die Anlage kann dauerhafte Arbeitsplätze schaffen. Zusätzliche Arbeitsplätze würden dann auch für den Transport der Rohstoffe und der fertigen Treibstoffen benötigt.

Die größte Auswirkung verspürt Salo. Denn Salo wurde als Standort ausgewählt, weil es dort genügend Rohstoffe gibt. Südwest-Finnland ist ein geeignetes Gebiet. Die Lieferung von Rohstoffen zu der Anlage findet in einem Radius von 100 Kilometern statt.

Die Verwendung von Stroh würde ein zusätzliches Einkommen für landwirtschaftliche Betriebe bringen. Darüber hinaus ist es auch möglich, Dünger für die Felder zu erhalten.

Im Moment werden der technologische Prozess der Raffinerie, die Verfügbarkeit von Rohstoffen und die Wettbewerbsfähigkeit der Anlage untersucht.

Es wird mindestens ein Jahr dauern, bis die Investitionsentscheidung getroffen werden kann. Die Investition wird bis zu 150 Millionen Euro betragen.

Das Projekt soll durch staatliche Investitionsbeihilfe, Finanzierung durch die EU und private Gelder halten. Wenn alles gut geht, kann die Anlage in zwei Jahren in Betrieb gehen.

                                                                                                 Zeitung Salon Seudun Sanomat

 

Die nationale Fluggesellschaft Finnair eröffnet direkte Routen von Europa nach Lappland

16.2.2017

Finnair beteiligt sich an der Konkurrenz bei direkten Flugrouten aus Europa nach Lappland. Die Gesellschaft will in der Wintersaison 2017-2018 direkte Routen aus Frankfurt, London, Paris und Zürich nach Rovaniemi und Kittilä eröffnen.

In diesem Winter sind bereits Lufthansa, Norwegian Germania und Monarch nach Lappland direkt aus mehreren europäischen Großstädten geflogen.

Der Tourismus nach Finnland erlebt gerade ein starkes Wachstum. Die Wachstumsrate auf diesen Routen beträgt über 10 Prozent.

Lappland als Reiseziel hat großes Interesse insbesondere in Asien geweckt. Die direkten Routen aus Asien sind ein Erfolg gewesen. In diesem Winter haben 10.000 Chinesen ihre Reise von Helsinki nach Lappland fortgesetzt.

Der Tourismus in Lappland profitiert von den Sicherheitsproblemen in Zentraleuropa. Frankreich, Italien und Spanien haben Touristen verloren. Skandinavien, Osteuropa und Großbritannien sind jetzt unter den Gewinnern.

                                                                                                 Zeitung Salon Seudun Sanomat