Harmonische Reise nach chaotischem Start
Die fünfte Reise nach Finnland mit dem Deutsch-Finnischen Club

Geplant: 28.7. - 8.8.2018             Tatsächlich: 30.7. - 8.8.2018

18 Teilnehmer/innen kamen am 28.7.2018 voller Vorfreude am Münchener Flughafen an, um mit der Lufthansa nach Helsinki zu fliegen. So einfach sollte es aber nicht werden, denn wegen eines Sicherheitsvorfalls wurden alle Flüge erst einmal storniert. Erst nach vergeblichem Warten von ca. 14 Stunden in einem ungeordneten Haufen am Samstag und noch einmal sechs Stunden am Sonntag in einer geordneten Schlange und einer weiteren Stunde am Schalter gelang es, für Montag einen Flug über Düsseldorf nach Helsinki zu ergattern. Die bereits abgegebenen fünf Koffer kamen erst am drittletzten Tag ins Hotel in Finnland.

Gegen Mitternacht kam dann die Gruppe in Loviisa, dem nächsten geplanten Quartier an. Freundlicherweise erwartete uns ein Mitternachtsbüfett. Den nächsten Tag begannen wir eine halbe Stunde später mit einer Segelbootsfahrt zur Insel und Seefestung Svartholm. Bei strahlendem Wetter genossen wir alle die Fahrt und waren ein wenig versöhnt mit der Tatsache, dass uns 2 ½ Tage Helsinki mit u.a. dem Besuch der staatlichen Gemäldesammlung Ateneum und dem Treffen mit Freunden aus unserer Partnerstadt Salo entgangen waren.

Die folgenden Stationen, die Stadt Kotka und das Marinezentrum Vellamo, waren hochinteressant. Es ging dann weiter über Hamina nach Lappeenranta, von wo aus wir am folgenden Tag mit dem Schiff nach Vyburg, finnisch Viipuri, einst die zweitgrößte Stadt Finnlands, heute zu Russland gehörend, den Saimaakanal entlang durch acht Schleusen fuhren. Es gab da manchen Sonnenbrand. Der Aufenthalt in Viipuri war zu kurz, denn die Kontrollen am Zoll schienen endlos. Es wäre schön gewesen, auf eigene Faust ein paar Stunden durch die Stadt, die in vielem noch an Finnland erinnert, zu schlendern und vielleicht auch auf dem Markt oder in der Markthalle etwas einzukaufen. Aber offenbar wollten die Russen unser Geld gar nicht. Erstaunt waren wir, dass die Menschen dort ihrem Regime in Moskau doch recht kritisch gegenüberstehen. An Bord gab es am Abend ein sehr gutes Büfett, wie wir eigentlich überall sehr gut verpflegt wurden, mit einheimischen Köstlichkeiten.

Punkaharju war dann die nächste Station. Dieser Landschaftsbereich gehört zu den schönsten in Finnland: ein langgestreckter schmaler Höhenzug zwischen zwei Seen mit traumhaften Ausblicken. Das Forstmuseum gab uns einen guten Einblick und zusätzlich waren jede Menge Kunstwerke aus Holz und Birkenrinde zu sehen.

Kunst war neben den vielen Anlagen, die an die Kriegszeiten erinnern, eines der wichtigsten Themen unserer Reise. So besuchten wir den Kunstgutshof (taidekartano) von Johanna Oras und später auch noch eine Kunstausstellung in Pyhäniemi, sowie das Kunstschloss der Malerin Soile Yli-Mäyry.

Natürlich durfte ein Besuch im karelischen Dorf Parppeinvaara nicht fehlen, wo uns eine Nichte von unserem Clubmitglied Ulla Williams sehr kompetent führte und uns auf der Kantele vorspielte. Im karelischen Dorf gab es auch viele köstliche Spezialitäten zum Mittagessen. Wie schon bei der früheren Reise nach Karelien durfte auch diesmal ein Besuch bei der Bildhauerin Eeva Ryynänen nicht fehlen. Die Gruppe war begeistert von ihren Holzskulpturen und der Kirche, die sie eigenhändig gebaut hat. Ihr Wohnhaus ist jetzt Museum, und man kann bewundern, was sie alles neben vielen Skulpturen aus dem Werk von Aleksis Kivi „Die Sieben Brüder“ für ihren alltäglichen Gebrauch geschnitzt hat. In Bomba wurde übernachtet und im See gebadet. Hier hat die Kette Sokos ein Feriendorf übernommen.

Langsam neigte sich unser Aufenthalt dem Ende zu. Aber es gab noch ein paar Höhepunkte: Der Turm Puijo in Kuopio, von dem aus man eine überwältigende Aussicht über Kuopio, die vielen Seen und das sich weithin erstreckende Hinterland hat. Die Wolken spiegeln am Himmel die Inselchen in der Seenlandschaft wider. Am darauffolgenden Tag ging es zum orthodoxen Kloster Valamo, das ursprünglich im Ladogasee beheimatet war. Aber im zweiten Weltkrieg übersiedelten die Mönche im Winter über das Eis den größten Teil der Kunstschätze nach Finnland, wo sie das neue Valamo gründeten. Hier erwischte uns das erste Mal ein Regenguss, den wir aber in der Kirche abwarten konnten, dann schien wieder die Sonne. Außerdem durften wir den Weinkeller anschauen und den dort gekelterten Beerenwein verkosten.

In Mikkeli besichtigten wir den größten finnischen Pfarrhof, Kenkävero. Er ist komplett aus Holz gebaut, und weil man nicht genau weiß, woher der Name stammt, hat man, weil kenkä Schuh bedeutet, eine ganze Reihe Schuhe als Schmuck mit Blumen aufgebaut. Schließlich kamen wir nach Lahti und hatten Glück. Eigentlich war Alvar Aaltos wunderschöne Kirche geschlossen, aber weil eine Organistin für das Konzert am Abend noch übte, konnten wir dennoch hinein, um die Leichtigkeit und das Licht in diesem Bau zu erfahren. Lahti ist seit etlichen Jahren neben seinem Ruf als Sportstadt auch Sibeliusstadt geworden. Wir waren natürlich in der Sibeliushalle, konnten auch hinter die Kulissen schauen und bekamen ein kurzes Orgelkonzert zu hören.

Der nächste Tag war der letzte. Aber die mittelalterliche Feldsteinkirche in Hollola war noch sehr beeindruckend, noch dazu, weil uns eine Kunsthistorikerin und Archäologin führte.

Am Nachmittag brachte uns dann das Flugzeug ohne Probleme zurück nach München.

                                                                                    Ingeborg Keil

 

Den Bericht über die Jubiläumsfeier
am Samstag, 16. September 2017, im Puchheimer Kulturcentrum PUC

2007 – 2017: 10 erfolgreiche Jahre für die
Städtepartnerschaft zwischen Puchheim und Salo und den Deutsch-Finnischen Club

                                                                                     finden Sie hier

Den spannenden Vortrag von Katri Wessel M.A.

100 Jahre Finnland - 10 Jahre Städtepartnerschaft Puchheim und Salo

können Sie hier nochmals lesen.

 

Puchheimer Volksfest „Auftakt“

1.4.2017 / 4.4.2017

Das Puchheimer Volksfest zieht auch die Vereine in seinen Bann. Bei zwei Gelegenheiten hat der Deutsch-Finnische Club Puchheim (DFC) aktiv teilgenommen.

Am Samstag, 1. April 2017, fand der große Einzug der Vereine, Organisationen und Parteien ins Festzelt statt. Am Bahnhof stellte sich der Festzug auf. Es galt 39 Gruppierungen in geordneter Folge auf den Weg zu bringen. Nach dem Platzkonzert des Puchheimer Blasorchesters und dem Startschuss durch die Böllerschützen setzte sich der Zug in Bewegung. Er erreichte schließlich bei strahlendem Wetter und angenehmen Temperaturen -das war nicht jedes Jahr so- und nach zwei Stationen zur Stärkung mit Schnaps und Wein das Festzelt, wo bereits Plätze für die Gruppierungen reserviert waren. Mit einem gemütlichen Beisammensein bei der gewohnten Festzeltlautstärke klang der Volksfesttag aus.

                       Aufstellung zum Festzug                                    10-Jahre DFC                                                Im Festzelt

Die Vereine waren nochmals zum Mitmachen und Dabeisein aufgerufen am Dienstag, 4. April 2017, zum Tag der Betriebe, Vereine und Behörden. Neu war in diesem Jahr „Die Box zum Feierabend“, die auch der DFC erworben hatte. Es handelte sich nicht, wie ursprünglich angenommen, um eine abgeteilte Sitzbox am Rande des Zeltes. Sonder es war ein Karton, der Bier- und Händelmarken, Lose und auch eine stilvolle Mütze enthielt. Für Essen, Trinken und gute Laune war gesorgt.

                      Die Mütze aus der Box                                                                                Vereinsmitglieder beim Verkosten des Bieres

 

 

Ergebnis der Vorstandswahlen 

30.03.2017

Auf der Jahreshauptversammlung des Deutsch-Finnischen Clubs, die am 30. März 2017 stattfand, standen satzungsgemäß Neuwahlen des Vorstands und der übrigen Vereinsfunktionsträger an. Es kann kandidierten alle Verantwortlichen exakt für ihre bisherigen Aufgaben. Die Wahlen verliefen somit auch völlig unspektakulär. Das bisherige Team wurde in allen Funktionen bestätigt.

Vereinsvorsitzender ist weiterhin Dr. Manfred Paulus, seine Stellvertreterin und damit zweite Vorsitzende bleibt Ulrike Wörner, die dritte Vorsitzende ist Dr. Ulla Williams. Die Aufgabe des Kassiers übernimmt wieder Wilfried Bach und die der Schriftführerin Elisabeth Hübscher. Die beiden Beisitzer Ingeborg Keil und Wolfgang Wuschig wurden ebenfalls in Ihren Funktionen bestätigt. Auch bei den Kassenprüfern gab es keine Veränderung, auch zukünftig prüfen Renate Ertl und Rochus Ponn die Finanzen des Vereins.

Die Wahlen spiegeln die Kontinuität in der Vereinsführung und damit auch in der Vereinsgestaltung wider.

 

 

 

 

 

 

 

Foto (von links nach rechts): Dr. Manfred Paulus, Ingeborg Keil, Wilfried Bach, Elisabeth Hübscher, Ulrike Wörner, Dr. Ulla Williams.
Nicht auf dem Bild: Wolfgang Wuschig.

 

4. Reise nach Finnland und in die Partnerstadt Salo

31.07. – 10.08.2016

Am Sonntag, den 31.07.2016, schwärmte nach einem ruhigen Flug eine Gruppe von 25 teils erfahrenen Reisenden, teils neugierigen Neuen aus, um Helsinki zu erkunden. Die Neuen waren gleich überrascht, dass alle Geschäfte am Sonntag offen sind, man einkaufen und überall essen kann. Natürlich waren vor allem die Esplande, die zum Flanieren einlädt, und der Hafen das Ziel der meisten, und so traf man sich immer wieder.

 

Von Helsinki aus gab es einen Tagesausflug in das Künstlerdorf Tuusula, wo man noch heute auf den Spuren des Komponisten Jean Sibelius in seinem Haus Ainola (benannt nach seiner Frau Aino) seinem Leben und Wirken nachspüren kann. Ebenso interessant war das Atelier des Malers Pekka Halonen, das nicht nur mit einer fantastischen Aussicht aufwarten kann, sondern auch eine vielseitige Ausstellung finnischer Maler zu bieten hatte. Dagegen war dann in Nurmijärvi das Geburtshaus des finnischen Schriftstellers Alexis Kivi (der als erster Finne statt der bis dahin üblichen schwedischen Sprache die finnische benützte und ihr so als Literatursprache zum Durchbruch verhalf) sehr armselig, denn er kam aus ganz einfachen Verhältnissen und starb in Tuusula ganz vereinsamt.

Nach diesen Besichtigungen, zu denen natürlich ein hervorragendes Mittagessen gehörte - wie wir es noch einige Male bekommen sollten - ging es auf der sogenannten Königsstraße Richtung Westen zu den beiden ehemaligen Eisenhüttendörfern Mustio und Fiskars. In Mustio wurde schon 1560 das Eisenwerk gegründet, in Fiskars 100 Jahre später. In Mustio zeugt der alte Herrenhof mit den prachtvollen Zimmern und einem riesigen Garten mit allen dazu gehörenden Nebengebäuden noch von der Zeit, als Finnland zu Schweden gehörte. Fiskars hat sich, nachdem die Eisenindustrie aufhörte, zu einem höchst lebendigem Künstlerdorf entwickelt.

Am Abend kamen wir in Salo an und gleich gab es mit Esko (Esko Hariniemi, Sekretär des Hansa-Vereins) und der Führerin für die nächsten Tage viel zu besprechen, denn die Stadt Salo, die ja durch die vielen Eingemeindungen riesengroß geworden ist, war ja mit das Hauptziel der Reise. Leider war der Marktdonnerstag am Morgen ziemlich verregnet, sodass man das Getriebe nicht so richtig mitbekam. Aber die Tour durch das große Salo war dann wieder trocken. In Muurla, der Glasfabrik, wurde eifrig geschaut und eingekauft.

Der Gutshof (finnisch: kartano) Wiurila wird noch heute von den Besitzern bewohnt und ist gleichzeitig Museum, mit einem großen Festsaal, einem liebevoll gestalteten Museum alltäglicher Gegenstände, zu denen die tadellos deutsch sprechende Hausherrin erzählen konnte, wessen Puppe, Kleid, Gerätschaften da zu sehen sind. Außerdem gibt es noch eine riesige Remise mit Kutschen aus unterschiedlichsten Zeiten und für unterschiedlichste Anlässe. Wir wurden auch noch mit Kaffee und Kuchen und einer ungewöhnlichen Ausstellung verwöhnt.

Dann kam das Treffen im neuen Rathaus von Salo, wo uns Bürgermeister Antti Rantakokko, die Vorsitzende des Stadtrats, Annika Viitanen, die Leiterin für internationale Beziehungen Terhikki Heinonen und Teija Järvelä, die für Kommunikation zuständig ist, begrüßten und wir uns mit einer großen Kiste deutscher Bücher für die Bibliothek und einer improvisierten kurzen finnischen Rede für die Einladung bedankten. Der Abend verlief ausgesprochen harmonisch bei vielen angeregten Gesprächen, auf Deutsch, Englisch und manchmal einfach per „Dolmetscher“. Besonders gefreut hat uns, dass Anneli Heino vom Hansaverein, die ja über 40 Jahre in Deutschland gearbeitet hat, immer noch tadellos deutsch spricht und gesundheitlich wieder einigermaßen auf dem Damm ist.

Am 5. August fand ein langer Ausflug durch die Umgebung von Salo statt. Ein weiteres Eisenhüttendorf liegt in dem traumhaft schönen Erholungsgebiet Teijo, wo wieder ein „kartano“ besucht wurde und die kleine Kirche, die der etwas skurrile Besitzer erbaute. (Er erfand ein „perpetuum mobile“, das aber nie ganz fertig wurde, war überzeugt, dass eine weitere Sintflut kommen werde und hatte deshalb vor seinem Schlafzimmerfenster einen Kahn angebunden, damit er im Ernstfall noch sein Schiff erreichen könnte).

In Mathildedal gab es ein wunderbares Mittagessen und viel zu sehen: Alpakas und die Produkte aus deren Wolle, eine Bäckerei, die herrliches Brot und traditionelles finnisches Gebäck herstellt. Leider hatten wir nicht mehr genügend Hunger. Ein Spaziergang am Wasser mit Blick über die Schärenwelt half da auch nicht, wieder ordentlich zulangen zu können.

Fast ganz in die finnische Natur konnte man eintauchen im Naturzentrum von Teijo, wo man eine Vorstellung von den weiten finnischen Wäldern mit den Seen und Beeren und Pilzen bekam. Nachdem wir noch die wunderschöne alte Steinkirche von Perniö angeschaut hatten, ging es zurück in die Stadt Salo, wo uns der Bus abholte und wir am See mit Schwimmen, Sauna, Gegrilltem und leckeren Salaten von Esko, Anneli u. a. verwöhnt wurden.

Dann galt es wieder einmal Abschied zu nehmen von den Freunden in Salo, denn am nächsten Tag ging es weiter nach Turku, der ehemaligen Hauptstadt Finnlands. Gleich nach der Ankunft erwartete uns eine äußerst kompetente Führerin, die uns die Sommerresidenz des finnischen Präsidenten in Kultaranta zeigte. Ein imposantes Gelände, wo man es durchaus aushalten könnte, fanden wir.

Im Ravintola Pohjankulma erwartete uns die Besitzerin am Eingang ihres Restaurants, und wir waren begeistert von dem köstlichen Buffet mit Fisch- und anderen Spezialitäten aus der Region. Anschließend hatten wir eine Führung durch das Schloss Villnäs/ Lohisaari, wiederum ein „kartano“, der über 300 Jahre einer adligen Familie gehörte und später der Familie Mannerheim (Freiherr Carl Gustaf Emil Mannerheim war Offizier und Staatsmann, Oberbefehlshaber der finnischen Armee im Winterkrieg 1939/1940 und im Fortsetzungskrieg 1941, von 1944 bis 1946 war er finnischer Staatspräsident). Die Ausstattung des Gutshofs ist zum größten Teil noch original. Den Abschluss bildete ein leider viel zu kurzer Besuch einer Töpferei in der Nähe von Kustavi, das auch im Schärengebiet liegt. Die Busfahrt war aufregend, denn immer wieder gab es auf beiden Seiten das „typische“ Finnland zu bewundern: Seen und Inseln und Wälder.

Den Sonntag konnten wir frei in Turku verbringen. Es gibt ja dort so viel zu sehen: den Hafen, die Burg, das alte Turku, das nur aus Holzhäusern besteht, heute ein Freilichtmuseum ist, in dem man noch alte Handwerkskunst bewundern kann und vieles andere mehr.

Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter nach Norden, nach Tampere, das zwischen zwei Seen liegt und deshalb wegen des Höhenunterschiedes von einigen Stromschnellen durchzogen ist, die schon sehr früh zur Energiegewinnung benutzt wurden. Der Jugendstildom sucht seinesgleichen. Das Stadtbild wird geprägt von den alten Industriebauten, die man nicht abgerissen, sondern einer neuen Nutzung zugeführt hat. Pispala, der Bergrücken zwischen den beiden Seen, bietet nicht nur eine Traumaussicht, es erzählt auch die Geschichte der Besiedlung um 1900, als die Arbeiter dort begannen, den Wald zu roden und unter großen Mühen Häuser errichteten, die zum Teil auch an den steilen Hängen wieder abrutschten. Lauri Viita, der bekannte Schriftsteller und Dichter, hat in seinem Roman „Moreeni“ (deutsch: Ein einzelner Weiser ist immer ein Narr) die Zeit der Bebauung und den anschließenden Bürgerkrieg sehr eindringlich beschrieben.

Der letzte Tag vor der Heimfahrt führte uns nochmals weiter nach Norden, nach Mänttä in die bedeutendste private Kunstsammlung - der Gösta-Serlachius-Kunststiftung - der Nordischen Länder. Zwar waren einige der Gruppe zunächst skeptisch, da das Programm sehr gedrängt aussah, aber es entpuppte sich als sehr gut machbar mit genügend Zeit zum Entspannen am See zwischendurch. Den krönenden Abschluss des Tages bildete der Besuch der Steinkirche mit einem kleinen, aber sehr schönen Konzert einer ortsansässigen Bratschistin. Die gute Akustik der Kirche unterstrich noch die schöne Darbietung eines Bachwerkes (Extra Bach für die Deutschen hatte die Künstlerin ausgesucht).

Am 10. August fuhr die Gruppe dann mit dem Bus über Hämeenlinna, wo einige noch das Geburtshaus von Jean Sibelius besuchten, direkt zum Flughafen und flog zurück nach München.

Es war eine ereignisreiche Reise, bei der erfreulicherweise alles wie am Schnürchen klappte, Busse und Führungen waren immer pünktlich, das Essen war gut bis ausgezeichnet, der Wettergott, Ukko , war uns auch gewogen und bescherte uns keine großen Regengüsse (nur ein bisschen, damit man auch weiß, dass er anders kann), die Begegnungen in Salo waren schön wie immer und die Gruppe war wirklich harmonisch. Auch gab es keinerlei Krankheiten oder Unglücke zu beklagen. Kurzum: eine sehr schöne Reise, von der man viele Eindrücke behalten wird.

                                                                                                                                                             Ingeborg Keil

 

 3. Puchheimer Mölkky-Turnier

4.7.2015

 Der Deutsch-Finnische Club Puchheim veranstaltete am Samstag, 4. Juli 2015, das 3. Puchheimer Mölkky-Turnier. Bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen, also bei bestem Sommerwetter, wurde der Wettbewerb auf der Wiese neben dem Kulturzentrum PUC ausgetragen. Dieser Ort erwies sich wiederum als optimal, da er für Öffentlichkeit des Turniers sorgte und die hohen Bäume den gewünschten Schatten spendeten.

 

 

 

Mitten im Spiel

 

 

 

 

 1. Puchheimer Bürgermeister Norbert Seidl                                                         Referentin für Kultur und Volksbildung Ramona Weiß

Anders als bei den vorhergehenden Turnieren rückten diesmal neben den Teamspielen die Einzelspiele stärker in den Vordergrund. Es wurden insgesamt ein siegreiches Team und drei Einzelsieger ermittelt.

Unter den angetretenen 8 Teams setzte sich nach mehreren Wettkämpfen das Team „Black Women“ durch. Ihm gehörten an: Karin Kamleiter, Sonja Strobl-Viehhauser und Ramona Weiß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Team-Sieger: (von links nach rechts):                                                                    Einzelsieger: (von links nach rechts):
Sonja Strobl-Viehhauser, Ramona Weiß, Karin Kamleiter                                      Barbara Ponn (2.Platz), Roman Ewald (Turniersieger),
                                                                                                                               Sven Ewald (3. Platz)

Bei den Einzelsiegern gab es eine kleine Überraschung: Der bisherige zweifache Turniersieger Sven Ewald kam „nur“ auf den 3. Platz. Er wurde abgelöst durch seinen Bruder, Roman Ewald, der die Wettkämpfe bravourös meisterte und schließlich den Gesamtsieg errang. Der Wanderpokal, der im letzten Jahr von dem Hansa-Verein in der Partnerstadt Salo gestiftet wurde, kommt also wieder in den Besitz der Familie Ewald. Den 2. Platz errang Barbara Ponn, Referentin für Städtepartnerschaften im Puchheimer Stadtrat, die mit ihrer Teilnahme an dem finnischen Mölkky-Spiel die Verbindung Puchheim –Salo unterstrich.

Das Turnier fand wiederum bei allen Beteiligten großen Anklang, so dass dem 4. Puchheimer Mölkky-Turnier in 2016 nichts im Wege steht.

Bilder:  Johannes Simon (oben), Ulrike Wörner (unten)

 

Premiere: Luftgitarre in Puchheim

9.5.2015

m Rahmen der 2. Kulturalen -Fest der Kulturen- , eine gemeinsame Veranstaltung des Kulturvereins Puchheim e.V. und des Puchheimer Podiums, präsentierte der Deutsch-Finnische Club Puchheim die amtierende Deutsche Meisterin im Luftgitarrenspiel Sabrina „Lady Liberty“ Schramm.

Weiterlesen: Premiere: Luftgitarre in Puchheim

 

Jahreshauptversammlung 2015

30.4.2015

Der Deutsch-Finnische Club Puchheim führte am 30. April 2015 seine diesjährige Jahreshauptversammlung durch. Entsprechend der Satzung sind nach jeweils zwei Jahren Neuwahlen vorgesehen. Heuer war es wieder so weit. Die bereits vor vier Jahren gewählten Vorstände kandidierten erneut für die jeweiligen Funktionen und wurden auch diesmal durch die Wahl bestätigt: 1. Vorsitzender: Dr. Manfred Paulus – 2. Vorsitzende: Ulrike Wörner – 3. Vorsitzende: Dr. Ulla Williams. Als Kassier wurde Wilfried Bach wieder gewählt. Kuno Saatze, der über viele Jahre das Amt des Schriftführers mit großer Sorgfalt ausgeführt hat, kandidierte nicht mehr. An seiner Stelle ging Elisabeth Hübscher ins Rennen. Sie wurde auch gewählt. Ingeborg Keil ist als Beisitzerin bestätigt worden. Wolfgang Wuschig nimmt als Nachfolger von Josef Sedlmair ebenso die Funktion des Beisitzers ein. Als Kassenprüferin wurde Renate Ertl bestätigt. Neu als Kassenprüfer ist Rochus Ponn angetreten, der Elisabeth Hübscher in dieser Funktion nachfolgt. Die vom Vorstand vorbereitete Kandidatenliste wurde durch die Mitglieder vollumfänglich bestätigt.

Der Verein konnte insgesamt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurückblicken. Zu den Highlights zählten eine Reise nach Lappland im Winter, das 2. Puchheimer Mölkky-Turnier, das sich großer Beliebtheit erfreute, und die Beteiligung am Puchheimer Stadtfest mit finnischen Spielen.