Harmonische Reise nach chaotischem Start
Die fünfte Reise nach Finnland mit dem Deutsch-Finnischen Club

Geplant: 28.7. - 8.8.2018             Tatsächlich: 30.7. - 8.8.2018

18 Teilnehmer/innen kamen am 28.7.2018 voller Vorfreude am Münchener Flughafen an, um mit der Lufthansa nach Helsinki zu fliegen. So einfach sollte es aber nicht werden, denn wegen eines Sicherheitsvorfalls wurden alle Flüge erst einmal storniert. Erst nach vergeblichem Warten von ca. 14 Stunden in einem ungeordneten Haufen am Samstag und noch einmal sechs Stunden am Sonntag in einer geordneten Schlange und einer weiteren Stunde am Schalter gelang es, für Montag einen Flug über Düsseldorf nach Helsinki zu ergattern. Die bereits abgegebenen fünf Koffer kamen erst am drittletzten Tag ins Hotel in Finnland.

Gegen Mitternacht kam dann die Gruppe in Loviisa, dem nächsten geplanten Quartier an. Freundlicherweise erwartete uns ein Mitternachtsbüfett. Den nächsten Tag begannen wir eine halbe Stunde später mit einer Segelbootsfahrt zur Insel und Seefestung Svartholm. Bei strahlendem Wetter genossen wir alle die Fahrt und waren ein wenig versöhnt mit der Tatsache, dass uns 2 ½ Tage Helsinki mit u.a. dem Besuch der staatlichen Gemäldesammlung Ateneum und dem Treffen mit Freunden aus unserer Partnerstadt Salo entgangen waren.

Die folgenden Stationen, die Stadt Kotka und das Marinezentrum Vellamo, waren hochinteressant. Es ging dann weiter über Hamina nach Lappeenranta, von wo aus wir am folgenden Tag mit dem Schiff nach Vyburg, finnisch Viipuri, einst die zweitgrößte Stadt Finnlands, heute zu Russland gehörend, den Saimaakanal entlang durch acht Schleusen fuhren. Es gab da manchen Sonnenbrand. Der Aufenthalt in Viipuri war zu kurz, denn die Kontrollen am Zoll schienen endlos. Es wäre schön gewesen, auf eigene Faust ein paar Stunden durch die Stadt, die in vielem noch an Finnland erinnert, zu schlendern und vielleicht auch auf dem Markt oder in der Markthalle etwas einzukaufen. Aber offenbar wollten die Russen unser Geld gar nicht. Erstaunt waren wir, dass die Menschen dort ihrem Regime in Moskau doch recht kritisch gegenüberstehen. An Bord gab es am Abend ein sehr gutes Büfett, wie wir eigentlich überall sehr gut verpflegt wurden, mit einheimischen Köstlichkeiten.

Punkaharju war dann die nächste Station. Dieser Landschaftsbereich gehört zu den schönsten in Finnland: ein langgestreckter schmaler Höhenzug zwischen zwei Seen mit traumhaften Ausblicken. Das Forstmuseum gab uns einen guten Einblick und zusätzlich waren jede Menge Kunstwerke aus Holz und Birkenrinde zu sehen.

Kunst war neben den vielen Anlagen, die an die Kriegszeiten erinnern, eines der wichtigsten Themen unserer Reise. So besuchten wir den Kunstgutshof (taidekartano) von Johanna Oras und später auch noch eine Kunstausstellung in Pyhäniemi, sowie das Kunstschloss der Malerin Soile Yli-Mäyry.

Natürlich durfte ein Besuch im karelischen Dorf Parppeinvaara nicht fehlen, wo uns eine Nichte von unserem Clubmitglied Ulla Williams sehr kompetent führte und uns auf der Kantele vorspielte. Im karelischen Dorf gab es auch viele köstliche Spezialitäten zum Mittagessen. Wie schon bei der früheren Reise nach Karelien durfte auch diesmal ein Besuch bei der Bildhauerin Eeva Ryynänen nicht fehlen. Die Gruppe war begeistert von ihren Holzskulpturen und der Kirche, die sie eigenhändig gebaut hat. Ihr Wohnhaus ist jetzt Museum, und man kann bewundern, was sie alles neben vielen Skulpturen aus dem Werk von Aleksis Kivi „Die Sieben Brüder“ für ihren alltäglichen Gebrauch geschnitzt hat. In Bomba wurde übernachtet und im See gebadet. Hier hat die Kette Sokos ein Feriendorf übernommen.

Langsam neigte sich unser Aufenthalt dem Ende zu. Aber es gab noch ein paar Höhepunkte: Der Turm Puijo in Kuopio, von dem aus man eine überwältigende Aussicht über Kuopio, die vielen Seen und das sich weithin erstreckende Hinterland hat. Die Wolken spiegeln am Himmel die Inselchen in der Seenlandschaft wider. Am darauffolgenden Tag ging es zum orthodoxen Kloster Valamo, das ursprünglich im Ladogasee beheimatet war. Aber im zweiten Weltkrieg übersiedelten die Mönche im Winter über das Eis den größten Teil der Kunstschätze nach Finnland, wo sie das neue Valamo gründeten. Hier erwischte uns das erste Mal ein Regenguss, den wir aber in der Kirche abwarten konnten, dann schien wieder die Sonne. Außerdem durften wir den Weinkeller anschauen und den dort gekelterten Beerenwein verkosten.

In Mikkeli besichtigten wir den größten finnischen Pfarrhof, Kenkävero. Er ist komplett aus Holz gebaut, und weil man nicht genau weiß, woher der Name stammt, hat man, weil kenkä Schuh bedeutet, eine ganze Reihe Schuhe als Schmuck mit Blumen aufgebaut. Schließlich kamen wir nach Lahti und hatten Glück. Eigentlich war Alvar Aaltos wunderschöne Kirche geschlossen, aber weil eine Organistin für das Konzert am Abend noch übte, konnten wir dennoch hinein, um die Leichtigkeit und das Licht in diesem Bau zu erfahren. Lahti ist seit etlichen Jahren neben seinem Ruf als Sportstadt auch Sibeliusstadt geworden. Wir waren natürlich in der Sibeliushalle, konnten auch hinter die Kulissen schauen und bekamen ein kurzes Orgelkonzert zu hören.

Der nächste Tag war der letzte. Aber die mittelalterliche Feldsteinkirche in Hollola war noch sehr beeindruckend, noch dazu, weil uns eine Kunsthistorikerin und Archäologin führte.

Am Nachmittag brachte uns dann das Flugzeug ohne Probleme zurück nach München.

                                                                                    Ingeborg Keil

 

Den Bericht über die Jubiläumsfeier
am Samstag, 16. September 2017, im Puchheimer Kulturcentrum PUC

2007 – 2017: 10 erfolgreiche Jahre für die
Städtepartnerschaft zwischen Puchheim und Salo und den Deutsch-Finnischen Club

                                                                                     finden Sie hier

Den spannenden Vortrag von Katri Wessel M.A.

100 Jahre Finnland - 10 Jahre Städtepartnerschaft Puchheim und Salo

können Sie hier nochmals lesen.

 

Ergebnis der Vorstandswahlen 

30.03.2017

Auf der Jahreshauptversammlung des Deutsch-Finnischen Clubs, die am 30. März 2017 stattfand, standen satzungsgemäß Neuwahlen des Vorstands und der übrigen Vereinsfunktionsträger an. Es kann kandidierten alle Verantwortlichen exakt für ihre bisherigen Aufgaben. Die Wahlen verliefen somit auch völlig unspektakulär. Das bisherige Team wurde in allen Funktionen bestätigt.

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4. Reise nach Finnland und in die Partnerstadt Salo

31.07. – 10.08.2016

Am Sonntag, den 31.07.2016, schwärmte nach einem ruhigen Flug eine Gruppe von 25 teils erfahrenen Reisenden, teils neugierigen Neuen aus, um Helsinki zu erkunden. Die Neuen waren gleich überrascht, dass alle Geschäfte am Sonntag offen sind, man einkaufen und überall essen kann. Natürlich waren vor allem die Esplande, die zum Flanieren einlädt, und der Hafen das Ziel der meisten, und so traf man sich immer wieder.

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 3. Puchheimer Mölkky-Turnier

4.7.2015

 Der Deutsch-Finnische Club Puchheim veranstaltete am Samstag, 4. Juli 2015, das 3. Puchheimer Mölkky-Turnier. Bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen, also bei bestem Sommerwetter, wurde der Wettbewerb auf der Wiese neben dem Kulturzentrum PUC ausgetragen. Dieser Ort erwies sich wiederum als optimal, da er für Öffentlichkeit des Turniers sorgte und die hohen Bäume den gewünschten Schatten spendeten.

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Premiere: Luftgitarre in Puchheim

9.5.2015

m Rahmen der 2. Kulturalen -Fest der Kulturen- , eine gemeinsame Veranstaltung des Kulturvereins Puchheim e.V. und des Puchheimer Podiums, präsentierte der Deutsch-Finnische Club Puchheim die amtierende Deutsche Meisterin im Luftgitarrenspiel Sabrina „Lady Liberty“ Schramm.

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Jahreshauptversammlung 2015

30.4.2015

Der Deutsch-Finnische Club Puchheim führte am 30. April 2015 seine diesjährige Jahreshauptversammlung durch. Entsprechend der Satzung sind nach jeweils zwei Jahren Neuwahlen vorgesehen. Heuer war es wieder so weit. Die bereits vor vier Jahren gewählten Vorstände kandidierten erneut für die jeweiligen Funktionen und wurden auch diesmal durch die Wahl bestätigt: 1. Vorsitzender: Dr. Manfred Paulus – 2. Vorsitzende: Ulrike Wörner – 3. Vorsitzende: Dr. Ulla Williams. Als Kassier wurde Wilfried Bach wieder gewählt. Kuno Saatze, der über viele Jahre das Amt des Schriftführers mit großer Sorgfalt ausgeführt hat, kandidierte nicht mehr. An seiner Stelle ging Elisabeth Hübscher ins Rennen. Sie wurde auch gewählt. Ingeborg Keil ist als Beisitzerin bestätigt worden. Wolfgang Wuschig nimmt als Nachfolger von Josef Sedlmair ebenso die Funktion des Beisitzers ein. Als Kassenprüferin wurde Renate Ertl bestätigt. Neu als Kassenprüfer ist Rochus Ponn angetreten, der Elisabeth Hübscher in dieser Funktion nachfolgt. Die vom Vorstand vorbereitete Kandidatenliste wurde durch die Mitglieder vollumfänglich bestätigt.

Der Verein konnte insgesamt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurückblicken. Zu den Highlights zählten eine Reise nach Lappland im Winter, das 2. Puchheimer Mölkky-Turnier, das sich großer Beliebtheit erfreute, und die Beteiligung am Puchheimer Stadtfest mit finnischen Spielen.